Gehaltsverhandlung
Auszug aus der Pressemitteilung Nr. 068 des Statistischen Bundesamt vom 27. Februar 2026
Die Nominallöhne in Deutschland waren im Jahr 2025 um 4,2 % höher als im Vorjahr. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 2,2 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahmen die Reallöhne im Jahr 2025 damit um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr zu. Nach den Rückgängen in den Jahren 2020 bis 2023 stiegen die Reallöhne in den Folgejahren wieder an. Im Jahr 2025 erreichte der Reallohnindex mit 100 Punkten damit fast wieder das Reallohnniveau des Jahres 2019 vor Beginn der Corona-Pandemie mit 100,5 Punkten (Basis 2025=100).
Eine Lohnerhöhung beginnt bei 5 Prozent (in den heutigen Zeiten der Dauerkrise kann man schon fast von 10 Prozent sprechen). Alles was darunter liegt, ist nur ein Inflationsausgleich. Das wichtigste bei einer
Gehaltsverhandlung ist die richtige Vorbereitung. Wer mehr Geld haben will, muss wissen, was ein Arbeitnehmer mit vergleichbarer Qualifikation und Berufserfahrung am Markt erhält.
Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit zeigt den Mittelwert des Bruttomonatsgehalts in Euro von sozialversicherungspflichtig
Vollzeitbeschäftigten an. Angaben stehen für fast alle Berufe zur Verfügung. Mit dem Entgeltatlas kann man schnell herausfinden, wer in Deutschland wie viel verdient und das sogar gegliedert nach Bundesländern,
Geschlecht und Alter.
Wenn man will, dass der Chef einen kennt und schätzt, muss man nicht nur Gutes tun, sondern auch darüber sprechen. Eigenvermarktung und Selbstmarketing sind hier die Stichpunkte. Man muss sicher sein, dass die eigene Leistung auch einem selbst zugeordnet wird. Tue Gutes und rede darüber.
Wichtig ist auch die passende Gelegenheit für eine Gehaltsverhandlung. Nicht jede Situation ist günstig für ein Gehaltsgespräch. Ein guter Grund, um mehr Geld zu fordern, muss mit der Firma zu tun haben. Eine gute Basis für Gehaltsverhandlungen ist der Erfolg des Unternehmens (des Projekts). Im Gespräch müssen Sie Ihren Anteil am Erfolg aber nachweisen.
Egal, wie der Chef reagiert: Bewahren Sie immer die Ruhe.
Verhandeln ist hier wörtlich zu nehmen. Gehen Sie also mit einer höheren Zahl in die Verhandlung. Nennen Sie als Gehaltswunsch einen höheren Betrag, als Sie eigentlich wollen.
Wenn eine Gehaltserhöhung auf absehbare Zeit nicht möglich ist, muss ich die Vor- und Nachteile der Arbeit gegeneinander abwägen. Wer seinen fairen Marktwert unbedingt will, sollte einen Jobwechsel angehen. Um sich die Entscheidung zu erleichtern hilft eine Pro-und-Kontra-Liste. Teilen Sie ein Blatt mit einem Strich in zwei Hälften, schreiben Sie links alle Argumente die für den derzeitigen Job sprechen und rechts alles was dagegen spricht auf.
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