Das Lohnsteuerabzugsverfahren - Zahlen zur Lohnsteuer

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Aktuelles

Der Bundesrat hat in seiner 952. Sitzung am 16. Dezember 2016 beschlossen, dem "Gesetz zur Umsetzung der Änderungen der EU-Amtshilferichtlinie und von weiteren Maßnahmen gegen Gewinnkürzungen und -verlagerungen" zuzustimmen.
Die Anpassungen des Einkommensteuergesetzes und des Bundeskindergeldgesetzes wurden in dieses Gesetzespaket aufgenommen.
Damit steigt in den Jahren 2017 und 2018 der steuerliche Grundfreibetrag, der Kinderfreibetrag, das Kindergeld und der Kinderzuschlag. Durch eine Rechtsverschiebung aller Eckwerte des Einkommensteuertarifs wird die sogenannte "kalte Progression" ausgeglichen.
Änderungen:

Jahr 2017 2018
Grundfreibetrag (Ledige) 8.820 €
(Anhebung um 168 €)
9.000 €
(Anhebung um weitere 180 €)
Grundfreibetrag (gemeinsame Veranlagung) 17.640 € 18.000 €
halber Kinderfreibetrag 2.358 € 2.394 €
ganzer Kinderfreibetrag 4.716 €
(Anhebung um 108 €)
4.788 €
(Anhebung um weitere 72 €)
Kindergeld 1. und 2. Kind 192 €
(Anhebung um 2 €)
194 €
(Anhebung um weitere 2 €)
Kindergeld 3. Kind 198 €
(Anhebung um 2 €)
200 €
(Anhebung um weitere 2 €)
Kindergeld jedes weitere Kind 223 €
(Anhebung um 2 €)
225 €
(Anhebung um weitere 2 €)
Kinderzuschlag 170 €
(Anhebung um 10 €)
170 €

Zum Kinderfreibetrag kommt noch der Freibetrag für Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf hinzu. Dieser ändert sich 2017 nicht. Seit 2010 beträgt er 2.640 €. Damit ergeben sich bei einem ganzen Freibetrag für 2017 insgesamt 7.356 € (4.716 € + 2.640 €) und für 2018 insgesamt 7.428 € (4.788 € + 2.640 €).

Der Ausgleich der "kalten Progression" erfolgt durch eine Verschiebung der übrigen Tarifeckwerte in 2017 um die geschätzte Inflationsrate des Jahres 2016 (0,72 %) und in 2018 um die geschätzte Inflationsrate des Jahres 2017 (1,57 %) nach rechts (Einkommensteuertarif 2017 und 2018).

Grundsätzliches

Da die Lohnsteuer keine eigene Steuerart ist, sondern nur eine besondere Erhebungsform der Einkommensteuer (§ 38 EStG) für die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, ist das Einkommensteuergesetz (EStG) die Rechtsgrundlage für die Lohnsteuer.

Das zu versteuernde Einkommen bildet die Bemessungsgrundlage für die Einkommensteuer. Die Steuerschuld wird dabei durch den Einkommensteuertarif (§ 32a EStG) festgelegt. Durch diesen Tarif wird jeder Höhe des zu versteuernden Einkommens ein Steuerbetrag zugeordnet. Damit ist der Steuertarif das Kernstück des Einkommensteuergesetzes.

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Zur Erleichterung des Lohnsteuerabzugs wurden 6 Lohnsteuerklassen geschaffen, in die die unterschiedlichen Tarife der Grund- und Splittingtabelle sowie verschiedene Frei- und Pauschbeträge eingearbeitet sind. Unterschiede zwischen Lohnsteuertarif und Einkommensteuertarif bestehen also lediglich in der Berücksichtigung der dem Arbeitnehmer zustehenden Freibeträge.

Hier finden sie eine Excel-Tabelle zum Vergleich der Einkommensteuer für die Jahre 2009 bis 2014
Es wird mit dem Einigungsvorschlag des Vermittlungsausschusses vom 12.12.2012 gerechnet. Es war der 4. Versuch eine Einigung zu erreichen. Die Anpassung des gesamten Tarifverlaufs, die den Effekt der kalten Progression beschränken sollte, wurde nicht bestätigt.
Die Tarifformel des Einkommensteuertarifs hat sich 2011 und 2012 nicht geändert. Somit gelten für 2010 bis 2012 die gleichen Werte.

Es gibt eine Nullzone (festgelegt durch den Grundfreibetrag = steuerliches Existenzminimum) in der keine Steuer anfällt, daran anschließend eine Progressionszone (Das zu versteuernde Einkommen wird mit steigenden Grenzsteuersätzen belastet) und ab einem bestimmten Einkommen die Linearzone/Proportionalzone (ab diesem Einkommen wird mit dem Spitzensteuersatz besteuert).

Jahr Grundfreibetrag für Ledige Grundfreibetrag für Verheiratete (bei gemeinsamer Veranlagung zur Einkommensteuer) Eingangssteuersatz Spitzensteuersatz
2002 und 2003 7.235 € 14.470 € 19,9% 48,5%
2004 7.664 € 15.328 € 16,0% 45,0%
2005 und 2006 7.664 € 15.328 € 15,0% 42,0%
2007 und 2008 7.664 € 15.328 € 15,0% 42%/45,0%
2009 7.834 € 15.668 € 14,0% 42%/45,0%
2010 bis 2012 8.004 € 16.008 € 14,0% 42%/45,0%
2013 8.130 € 16.260 € 14,0% 42%/45,0%
2014 8.354 € 16.708 € 14,0% 42%/45,0%
2015
Entlastung wurde zusammengefasst bei der Lohnabrechnung für Dezember 2015 berücksichtigt.
8.472 € 16.944 € 14,0% 42%/45,0%
2016 8.652 € 17.304 € 14,0% 42%/45,0%
2017 8.820 € 17.640 € 14,0% 42%/45,0%
2018 9.000 € 18.000 € 14,0% 42%/45,0%

Kalte Progression ist die Bezeichnung für eine Steuermehrbelastung. Diese tritt dann ein, wenn Lohnsteigerungen lediglich zu einem Inflationsausgleich führen und gleichzeitig die Einkommensteuersätze nicht der Inflationsrate angepasst werden. Da der Einkommenstarif progressiv steigt, wird für jeden über dem Grundfreibetrag verdienten Euro ein höherer Steuersatz fällig.

Da das deutsche Steuersystem die Inflation nicht berücksichtigt, steigt mit jeder Erhöhung des Bruttolohns die Einkommensteuer stärker als das Einkommen selbst. In Zeiten stark steigender Preise sorgt dieser Effekt dafür, dass das Realeinkommen sinkt. Die Gehaltserhöhung muss deutlich über der Inflationsrate liegen, wenn nach der schleichenden Steuererhöhung etwas übrig bleiben soll. Wie stark ein Einkommen mit Einkommensteuer belastet wird, hängt vom jeweiligen Durchschnitts- und Grenzsteuersatz ab. Der Grenzsteuersatz gibt an, mit welchem Prozentsatz ein zusätzliches Einkommen besteuert wird. Der Durchschnittssteuersatz gibt das Verhältnis zwischen Steuerbetrag und Bemessungsgrundlage (zu versteuerndes Einkommen) an.

Einkommensteuertarif für 2017 und 2018
Durch Änderungen beim Einkommensteuertarif wird ab 2017 der Effekt der kalten Progression abgemildert.

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Zone 2017 2018
Einkommensspanne Formel Einkommensspanne Formel
Nullzone (Grundfreibetrag) 0 - 8.820 € 0 0 - 9.000 € 0
Untere Progressionszone 8.821 € - 13.769 € (1.007,27 * y + 1.400) * y 9.001 € - 13.996 € (997,8 * y + 1.400) * y
Obere Progressionszone 13.770 € - 54.057 € (223,76 * z + 2.397) * z + 939,57 13.997 € - 54.949 € (220,13 * z + 2 397) * z + 948,49
1. Proportionalzone 54.058 € - 256.303 € 0,42 * x - 8.475,44 54.950 € - 260.532 € 0,42 * x - 8.621,75
2. Proportionalzone (Reichensteuer) 256.304 € und mehr 0,45 * x - 16.164,53 260.533 € und mehr 0,45 * x - 16.437,7

y ist ein Zehntausendstel des den Grundfreibetrag übersteigenden Teils des auf einen vollen Euro-Betrag abgerundeten zu versteuernden Einkommens.
z ist ein Zehntausendstel des 13.769 Euro (2018: 13.996 Euro) übersteigenden Teils des auf einen vollen Euro-Betrag abgerundeten zu versteuernden Einkommens.
x ist das auf einen vollen Euro-Betrag abgerundete zu versteuernde Einkommen.
Der sich ergebende Steuerbetrag ist auf den nächsten vollen Euro-Betrag abzurunden.

Einkommensteuertarif für 2016
Einkommensteuertarif für 2015
Einkommensteuertarif für 2014
Einkommensteuertarif für 2013
Einkommensteuertarif für 2010 bis 2012

Höhe der Lohnsteuer

Nach § 38a EStG wird die Jahreslohnsteuer nach dem Jahresarbeitslohn so bemessen, dass sie der Einkommensteuer entspricht, die der Arbeitnehmer schuldet, wenn er ausschließlich Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit erzielt. Dabei wird vom laufenden Arbeitslohn die Lohnsteuer jeweils mit dem auf den Lohnzahlungszeitraum fallenden Teilbetrag der Jahreslohnsteuer erhoben, die sich bei Umrechnung des laufenden Arbeitslohns auf einen Jahresarbeitslohn ergibt.

Das Einkommensteuergesetz kennt sechs Lohnsteuerklassen. Die Lohnsteuerklasse wurde früher auf der Lohnsteuerkarte des Arbeitnehmers eingetragen. Nach Einführung der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) ist die Lohnsteuerklasse elektronisch abrufbar. Die ELStAM mussten spätestens für den letzten im Kalenderjahr 2013 endenden Lohnzahlungszeitraum abgerufen und angewendet werden. Ein Abruf mit Wirkung ab 2014 war verspätet.

In einer gedruckten Lohnsteuertabelle (im Handel erhältlich) ist für jede Lohnsteuerklasse und Lohnstufe die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer ausgewiesen.

Ein im Lohnsteuerabzugsverfahren zu berücksichtigender Freibetrag wird vor der Anwendung der Lohnsteuertabelle vom steuerpflichtigen Arbeitslohn abgezogen. Ein im Lohnsteuerabzugsverfahren bescheinigter Hinzurechnungsbetrag wird vor der Anwendung der Lohnsteuertabelle zum steuerpflichtigen Arbeitslohn dazugerechnet.

Bei der Anwendung einer Lohnsteuertabelle kann es im Vergleich mit einem Lohnprogramm zu Differenzen kommen. Die Erläuterung zu diesem Sachverhalt finden sie auf der Seite Lohnsteuerabzug für laufenden Arbeitslohn.

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Wenn zwei Arbeitnehmer das gleiche Bruttoentgelt bekommen, identische Lohnsteuerabzugsmerkmale haben, jedoch bei verschiedenen Krankenkassen versichert sind, kann es zu unterschiedlichen Steuerabzügen kommen. Das passiert immer dann, wenn die einzelnen Krankenkassen unterschiedliche Zusatzbeitragssätze haben. Bei der Berechnung der Vorsorgepauschale im Lohnsteuerverfahren ist seit Januar 2015 der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz zu berücksichtigen (§ 39b Abs. 2 EStG). Ein höherer Zusatzbeitrag erhöht die Vorsorgepauschale und verringert damit den Lohnsteuerabzug.

Für die Berechnung der Lohnsteuer gibt es zwei verschiedene Lohnsteuertabellen:

  • die Allgemeine Lohnsteuertabelle mit der ungekürzten Vorsorgepauschale für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und
  • die Besondere Lohnsteuertabelle mit der gekürzten Vorsorgepauschale für sozialversicherungsfreie Arbeitnehmer.

Die Besondere Lohnsteuertabelle weist wegen der gekürzten Vorsorgepauschale eine höhere Lohnsteuer aus.

Allgemeine Lohnsteuertabelle Besondere Lohnsteuertabelle
Gilt für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer. Gilt für nicht sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer. Wegen der gekürzten Vorsorgepauschale wird eine höhere Lohnsteuer ausgewiesen.
In der Praxis der Lohnabrechnung am häufigsten gebraucht. Hauptanwendungsgebiet liegt außerhalb der freien Wirtschaft (Beamte, Richter, Berufssoldaten, ...).
  In der freien Wirtschaft gibt es z. B. folgende Fälle zur Anwendung:
  • weiterarbeitende Altersrentner
  • weiterarbeitende Beamtenpensionäre

Für jede Lohnsteuerklasse gelten unterschiedlich hohe Freibeträge.

Allgemeine Lohnsteuertabelle (sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer)

Für 2017 gilt in der allgemeinen Lohnsteuertabelle folgendes:

Steuerklasse I II III IV V VI
Grundfreibetrag 8.820,00 € 8.820,00 € 17.641,00 € 8.820,00 € --- ---
Arbeitnehmer-
pauschbetrag
1.000,00 € 1.000,00 € 1.000,00 € 1.000,00 € 1.000,00 € ---
Sonderausgaben-
pauschbetrag
36,00 € 36,00 € 36,00 € 36,00 € 36,00 € ---
Entlastungsbetrag für Alleinerziehende --- 1.908,00 € --- --- --- ---
Vorsorgepauschale abhängig vom Arbeitslohn abhängig vom Arbeitslohn abhängig vom Arbeitslohn abhängig vom Arbeitslohn abhängig vom Arbeitslohn abhängig vom Arbeitslohn
Lohnsteuer entfällt bis zu folgendem Jahresarbeitslohn 12.082,99 € 14.419,99 € 22.895,99 € 12.082,99 € 1.278,99 € 9,99 €
Lohnsteuer entfällt bis zu folgendem Monatsarbeitslohn 1.006,91 € 1.201,66 € 1.907,99 € 1.006,91 € 106,58 € 0,83 €

Beim Lohnsteuerabzug wird in der Steuerklasse II immer der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende für ein Kind (1.908 €) berücksichtigt, auch wenn beim Arbeitnehmer mehrere berücksichtigungsfähige Kinder vorhanden sind. Ein Arbeitnehmer, dem für weitere in seinem Haushalt lebende Kinder ein Erhöhungsbetrag beim Entlastungsbetrag für Alleinerziehende zusteht, kann bei seinem zuständigen Wohnsitzfinanzamt die Bildung eines Freibetrags beantragen. Die Antragsgrenze für Ermäßigungsanträge von 600 € gilt für den Erhöhungsbetrag nicht.
Das Finanzamt bildet dann den Freibetrag als ELStAM (Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale) in Höhe von jeweils 240 € für das zweite und jedes weitere zu berücksichtigende Kind. Auf Antrag des Arbeitnehmers gilt dieser Freibetrag dann längstens für einen Zeitraum von zwei Jahren und muss danach wieder beim örtlich zuständigen Wohnsitzfinanzamt neu beantragt werden.
Bei zwei Kindern würde der Entlastungsbetrag damit 2.148 € und bei drei Kindern 2.388 € betragen.

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Der Sonderausgabenpauschbetrag von 36 € wird ab 2010 auch bei der Steuerklasse 5 gewährt. Bei der Steuerklasse 3 erfolgt die Gewährung damit ab 2010 nur noch einfach (2009: 72 €).

Die Vorsorgepauschale wird ab 2010 auch bei den Steuerklassen 5 und 6 gewährt. Bemessungsgrundlage für die Vorsorgepauschale ist der Arbeitslohn. Die Vorsorgepauschale setzt sich aus Teilbeträgen für die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung zusammen.
Bei der Steuererklärung wird aber nicht die Vorsorgepauschale berücksichtigt, sondern es werden die tatsächlich gezahlten Beiträge angesetzt. Sind die tatsächlich gezahlten Beiträge niedriger als die Vorsorgepauschale, so wurde zu wenig Lohnsteuer einbehalten und es kommt zu einer Nachzahlung von Lohnsteuer.
Wegen dieser Änderungen kann es bei Arbeitnehmer-Ehepaaren mit der Steuerklassenkombination III/V und bei Geringverdienern in der Steuerklasse V und VI unter Umständen zur Festsetzung von Steuervorauszahlungen kommen.
Informationen zur Vorsorgepauschale

Mit dem interaktiven Abgabenrechner zur Berechnung der Lohnsteuer (Service des Bundesministeriums der Finanzen) können Sie die in der Tabelle angegebenen Jahres- bzw. Monatslöhne, bis zu denen keine Lohnsteuer anfällt, überprüfen.

Besondere Lohnsteuertabelle (nicht sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer)

Für 2017 gilt in der besonderen Lohnsteuertabelle folgendes:

Steuerklasse I II III IV V VI
Grundfreibetrag 8.820,00 € 8.820,00 € 17.641,00 € 8.820,00 € --- ---
Arbeitnehmer-
pauschbetrag
1.000,00 € 1.000,00 € 1.000,00 € 1.000,00 € 1.000,00 € ---
Sonderausgaben-
pauschbetrag
36,00 € 36,00 € 36,00 € 36,00 € 36,00 € ---
Entlastungsbetrag für Alleinerziehende --- 1.908,00 € --- --- --- ---
Vorsorgepauschale abhängig vom Arbeitslohn abhängig vom Arbeitslohn abhängig vom Arbeitslohn abhängig vom Arbeitslohn abhängig vom Arbeitslohn abhängig vom Arbeitslohn
Lohnsteuer entfällt bis zu folgendem Jahresarbeitslohn 11.209,99 € 13.377,99 € 21.240,99 € 11.209,99 € 1.186,99 € 9,99 €
Lohnsteuer entfällt bis zu folgendem Monatsarbeitslohn 934,16 € 1.114,83 € 1.770,08 € 934,16 € 98,91 € 0,83 €

In der allgemeinen Lohnsteuertabelle wird erst ab einem höheren Arbeitslohn Lohnsteuer erhoben. Der Grund für die Differenz liegt in der geringeren Vorsorgepauschale für die besondere Lohnsteuertabelle. Es fehlt dort der Teilbetrag für die gesetzliche Rentenversicherung.

Seit 1996 wirken sich dafür die Kinderfreibeträge nicht mehr auf die Höhe der Lohnsteuer aus. Bei der Ermittlung der Kirchensteuer und des Solidaritätszuschlag werden die Kinderfreibeträge jedoch weiterhin berücksichtigt (auf den Seiten Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag finden sie eine Übersicht zu Kinderfreibeträgen).

Die endgültige Steuerschuld wird erst durch eine Einkommensteuerveranlagung festgestellt. Durch die Wahl von Lohnsteuerklassen (III/V oder IV/IV) lassen sich daher nur zeitweise aber keine endgültigen Steuervorteile erreichen. Die einbehaltene Lohnsteuer wird auf die Einkommensteuer angerechnet. Wurde mehr Lohnsteuer einbehalten als Einkommensteuer festgesetzt wird, ergibt sich eine Erstattung. Ist die festgesetzte Einkommensteuer höher als die einbehaltene Lohnsteuer, wird eine Nachzahlung fällig.

Werte der Lohnsteuertabellen 2012.
Werte der Lohnsteuertabellen 2013.
Werte der Lohnsteuertabellen 2014.
Werte der Lohnsteuertabellen 2015.
Werte der Lohnsteuertabellen 2016.

Hier finden Sie die wichtigsten Zahlen des Lohnsteuer-Verfahrens.

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