Startseite > Institutionen > Geldinstitute
Der gesetzliche Einlagenschutz von Privatpersonen bei deutschen Banken ist ab dem 31.12.2010 auf 100.000 Euro gestiegen. Die Rückzahlung im Entschädigungsfall erfolgt ab dem 31.12.2010 innerhalb von 30 Arbeitstagen nach der schriftlichen Meldung des Geschädigten. Bisher waren es drei Monate.
Der Bundesgerichtshof hat mit seinem Urteil vom 14.07.2009 die Rechte der Bankkunden gestärkt. Wenn ein Kunde ausdrücklich eine sichere Geldanlage verlangt, muss der Bankberater ihn klar und deutlich vor Verlustrisiken warnen. Ein formaler Hinweis oder eine Klausel im Kleingedruckten genügt in solchen Fällen nicht. Bei dem Wunsch des Kunden nach Sicherheit, hat die Bank auf die Empfehlung eigener unsicherer Anlagen ganz zu verzichten.
Alle Zahlungen im Lohnbereich laufen im Prinzip über Geldinstitute. Wichtige Bereiche sind:
Das Bankenwesen in Deutschland ist nach dem Kreditwesengesetz (KWG) geregelt. Die jeweils gültige Fassung des Kreditwesengesetzes ist auf der Website der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu finden. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt alle Bereiche des Finanzwesens, dazu zählen Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute, Versicherungsunternehmen und Wertpapierhandelsunternehmen.
Das Bankenwesen in Deutschland gliedert sich in drei Sektoren: private, öffentlich-rechtliche und genossenschaftliche Banken.
Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) ist die Interessenvertretung der privaten Banken in der Bundesrepublik Deutschland.
Öffentliche Banken vertreten ihre Interessen durch den Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB).
Der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. (DGRV) ist der Dachverband der deutschen Genossenschaftsorganisation.
Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR) ist die Dachorganisation der Volksbanken und Raiffeisenbanken
Die Bundesbank ist gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank (EZB) verantwortlich für die Erfüllung der währungspolitischen Aufgaben des Eurosystems.
Der gesetzliche Einlagenschutz sichert 100 Prozent jeden Guthabens auf Girokonten, Sparbüchern, Termin- und
Festgeldkonten. Maximal 100.000 Euro sind pro Kunde bei jeder Bank ab 31.12.2010 gesichert.
Bis zum 30.06.2009 waren Einlagen von Nichtbanken (Privatpersonen) bei deutschen Kreditinstituten nur zu 90 Prozent, maximal jedoch bis zu einer
Höhe von 20.000 Euro gesichert.
Zum 01.07.2009 wurde der gesetzliche Einlagenschutz von 20.000 Euro auf 50.000 Euro erhöht. Gleichzeitig wurde die Verlustbeteiligung für Einleger
in Höhe von 10 Prozent abgeschafft. Der Prozentsatz der Sicherung beträgt also 100 Prozent.
Ab dem 31.12.2010 erhöhte sich der Betrag dann auf 100.000 Euro. Die Rückzahlung im Entschädigungsfall erfolgt ab dem 31.12.2010 innerhalb von
30 Arbeitstagen nach der schriftlichen Meldung des Geschädigten. Bisher waren es drei Monate.
Die verschiedenen Zweige der Kreditwirtschaft (Privatbanken, Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken) haben eigene Sicherungssysteme für die Einlagen ihrer Kunden. Diese gehen weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Informationen finden sie hier:
Der Einlagenschutz in Deutschland kann wohl als das beste Sicherungssystem weltweit bezeichnet werden.
Die Zusage der Bundesregierung, dass keine Sparerin und kein Sparer in Deutschland durch die Finanzkrise einen Euro verlieren wird, gilt zusätzlich. Es wird für die volle Leistungsfähigkeit der Sicherungssysteme garantiert.
Die Deutsche Rentenversicherung Bund warnt vor unseriösen Anrufern, die sich bei Versicherten und Rentnern als ihre Mitarbeiter ausgeben und kostenlose Beratung zu Vorsorgeprodukten im Hause der Angerufenen anbieten. Es handelt sich um Betrüger. Die Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung holen grundsätzlich keine telefonischen Auskünfte ein.
Diese Warnung trifft auch auf alle anderen Institutionen (Banken, Versicherungen usw. zu). Ein seriöses Unternehmen ruft sie in der Regel nicht zu Hause an. Ein seriöses Unternehmen schreibt ihnen und stellt die Möglichkeit einer kostenlosen Anrufmöglichkeit für sie zur Verfügung.
Ein gesundes Misstrauen gegenüber jedem fremden Anrufer und jeder fremden E-Mail ist der beste Schutz. Legen sie im Zweifel einfach auf bzw. löschen sie die E-Mail. Ein seriöses Unternehmen nimmt mit ihnen dann per Brief Kontakt auf.
Kein seriöses Kreditinstitut verlangt per E-Mail von seinen Kunden, die Zugangsdaten zu irgendeiner Überprüfung oder Kontrolle einzugeben.
In letzter Zeit wird auch mit automatisierten Telefonanrufen versucht, den Empfänger irrezuführen und zur Herausgabe von Zugangsdaten, Passwörtern oder Kreditkartendaten zu bewegen. Die Betrüger machen sich die niedrigen Kosten der Internettelefonie zu nutze und rufen automatisiert viele Telefonnummern an. Alle Telefonate, bei denen nach persönlichen Daten gefragt wird, sollten sofort beendet werden. Im Zweifelsfall sollte ein Anruf bei der betreffenden Firma (Bank, Versicherung usw.) erfolgen, um sich zu erkundigen, ob tatsächlich eine Anfrage vorliegt.
Die Bankleitzahl (BLZ) ist eine Kennziffer zur eindeutigen Identifizierung eines Kreditinstituts. Inländische Kreditinstitute, die im Zahlungsverkehr tätig sind, werden durch Bankleitzahlen gekennzeichnet.
Hier können Sie im aktuell gültigen Bankleitzahlenverzeichnis nach Bankleitzahlen, Banknamen und Orten suchen.
Im Zuge der Internationalisierung gibt es neben der Bankleitzahl die International Bank Account Number (IBAN) und die SWIFT-Adresse (BIC-Code). Die International Bank Account Number (IBAN) ist eine internationale, standardisierte Notation für Bankkontonummern. Die IBAN wurde entwickelt, um die Zahlungsverkehrssysteme zu verbessern bzw. zu vereinheitlichen. Der BIC ("Bank Identifier Code", auch als SWIFT-Code bekannt) ist die weltweit eindeutige Identifizierung von Kreditinstituten
Informationen zu IBAN / BIC (Internationale Kontonummer / Bankleitzahl) und weiteren Begriffen zum Thema Zahlungssysteme.
Ab dem 1. Januar 2008 werden die Banken zunächst zusätzlich zu den nationalen Zahlungsinstrumenten im Euroraum neue paneuropäische Zahlungsinstrumente anbieten, die sowohl für grenzüberschreitende als auch für nationale Transaktionen eingesetzt werden können. Die Single Euro Payments Area (SEPA) eröffnet allen Beteiligten die Möglichkeit, den nationalen wie grenzüberschreitenden Euro-Zahlungsverkehr in gleicher Weise abzuwickeln.
Eine Geldanlage lässt sich anhand dreier wichtiger Kriterien beurteilen. Dies sind Sicherheit, Liquidität und Rentabilität. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom magischen Dreieck der Vermögensanlage.
Sicherheit, Liquidität und Rentabilität stehen in einem Spannungsverhältnis und sind in der Regel nicht uneingeschränkt miteinander vereinbar.
Zielkonflikte:
Jeder Anleger muss also entsprechend seiner persönlichen Anlageziele Präferenzen setzen.
Durch Streuung des Vermögens auf unterschiedliche Finanzanlagen (Diversifizierung), kann die Sicherheit und auch die Rentabilität erhöht werden. Eine angemessene Streuung hat einen großen Einfluss auf Gewinn oder Verlust einer Geldanlagestrategie. Wenn man sich dabei als Kleinanleger auf seine Bank verlässt, ist man verlassen. Der Bankangestellte hat Auflagen für die Finanzangebote der Bank. Er wird also die Produkte dem Kunden andrehen, die ihm die höchste Provision bringen. Vom Streuen des Verlustrisikos des Kunden hat der Bankberater nichts.
Die Bank streut nicht!
Die beste Alternative ist, sich mit dem Thema beschäftigen und selber machen!
Mit einer simplen Aufteilung auf verschiedene Anlageklassen hat man die wichtigste Entscheidung getroffen. Die Suche nach den Einzelwerten für jede Anlageklasse ist erst der zweite Schritt. Die erste Entscheidung ist bei weitem die Wichtigere. Ein Depot könnte z. B. so aussehen:
Da Verluste niemals alle Anlageklassen betreffen, ist man in einer Krise sicherer aufgestellt.
Als Lohn- und Gehaltsempfänger sollte man sich mit folgenden Themen beschäftigen:
Dieses Modell bietet Hinweise dafür, wie man beim Aufbau des eigenen Vermögens vorgehen sollte.
Der Vermögensaufbau sollte im Prinzip von der Kurzfristigkeit in die Langfristigkeit erfolgen und terrassenförmig gestaltet sein. Das Geld sollte vom Girokonto ab einem Höchstbetrag auf ein Tagesgeldkonto fließen, dann in kurz- und mittelfristige Anlagen und zum Schluss erst in die langfristigen Anlagen. So verhindert man, dass unvorhergesehene Ausgaben die Altersvorsorge aufzehren.
Stufen:
Bücher bei Amazon zum Thema Lohnabrechnung
© 2007-2012 A.Liebig - Impressum - Kontakt - Datenschutz - Inhaltsverzeichnis (Sitemap) - Lohnlexikon